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Kleeblatt-Ausgabe vom 02. Mai 2011 Ausgabe 18/11
Freibad Sayn - Erholung in schönster Natur
Stadtwerke Bendorf: Frühere Eröffnung wäre wirtschaftlich nicht zu vertreten gewesen
-pli- Sayn. Das Freibad im Sayntal öffnet planmäßig am Samstag, 14. Mai, seine Pforten. Zugegeben, das Wetter um die Ostertage herum hatte so manchem Freibadfan bereits Lust auf ein paar Runden im kühlen Nass gemacht. Aber sehr wahrscheinlich wäre ihm die beim Sprung ins Becken auch schnell wieder vergangen, denn die Wassertemperaturen konnten noch längst nicht halten, was die Sonne versprach.
Den Stadtwerksleiter Klaus Kux und den Ersten Beigeordneten der Stadt Bendorf, Bernhard Wiemer, haben die Diskussion um den Zeitpunkt der Badöffnung nicht überrascht, aber sie müssten nun mal in erster Linie betriebswirtschaftlich denken und handeln, betonten sie. "Derartige Lufttemperaturen im April sind weder normal noch vorhersehbar. Innerhalb weniger Tage das Wasser auf angenehme Temperaturen zu bringen, wäre angesichts der auch weiterhin sehr kühlen Nächte unmöglich gewesen."
Der Öffnungstermin müsse immer schon sehr zeitig im Jahr festgelegt werden, um die Vorlaufzeit zur Erledigung aller notwendigen Arbeiten nicht allzu sehr in die Länge zu ziehen, fuhren Kux und Wiemer beim Ortstermin fort. "Sind nämlich die Becken erst einmal gefüllt, entstehen durch den Einsatz der Technik zwangsläufig erhebliche Betriebskosten. Bleibt dann das Badewetter aber aus, was im April und Anfang Mai doch sehr wahrscheinlich ist, vergrößert sich der ohnehin hohe Zuschussbedarf für das Bad noch einmal deutlich."
Als die Mitarbeiter im Bad, Michael Eisenheim und Michael Woischwill, im März mit den Vorbereitungsarbeiten begannen, waren Schnee und Eis immer noch ein Thema. So hatten sie sich zunächst auf die immer wiederkehrenden Dinge wie das Streichen der Umkleideräume und das Reinigen der sanitären Einrichtungen konzentriert. Auch an den technischen Anlagen fanden überprüfungs- und Pflegearbeiten statt. "Die hielten sich allerdings in Grenzen, da die Anlagen ja noch so gut wie neu sind", erläuterten sie.
Die städtischen Gärtner konnten mit der Gestaltung der Außenanlagen, die dem beliebten Bad in den vergangenen beiden Jahren seine besondere Note verliehen haben, erst beginnen, als die Tage und Nächte weitgehendst frostfrei wurden. Einige, aber nicht nachhaltige Schäden hatten über Winter hier nur einige Wildschweine angerichtet. Das Wasser wurde dann am 15. April ins Becken eingelassen. Alles erfolgte fahrplanmäßig mit dem Blick auf den festgelegten Eröffnungstermin am 14. Mai.
Die überdurchschnittliche Wärme über Ostern kam dann allerdings sehr überraschend und zu einem Zeitpunkt, zu dem sich das Wasser noch längst nicht ausreichend aufwärmen konnte. "Hätten wir dem Drängen nach sofortiger Öffnung nachgegeben, wären sicher etliche Badegäste gekommen", sind sich Klaus Kux und Bernhard Wiemer einig. "Aber die Leute hätten Eintritt bezahlt und sich dann ausschließlich auf die Wiese legen können, wie es ja in einigen frühstartenden Freibädern auch geschah."
Dass die warmen Ostertage tatsächlich ein frühsommerliches Strohfeuer waren, hat sich in den vergangenen Tagen ja herausgestellt. Insofern war die Zurückhaltung sicher angebracht. An der Eröffnung am 14. Mai wird aber festgehalten. In diesem Zusammenhang weisen die Stadtwerke noch einmal darauf hin, dass die Familienjahreskarten beim Servicebüro der Stadt im Rathaus, Gebäude I, schon vor der Baderöffnung erworben werden können. Auch als Geschenkgutscheine stehen sie dort zur Verfügung.
Bernhard Wiemer denkt noch gerne daran zurück, wie er sich seinerzeit als CDU-Fraktionsvorsitzender im Stadtrat nachdrücklich für den Umbau des Bades eingesetzt hatte. Die Fraktion, wie alle anderen Fraktionen im Rat auch, stimmte letztlich geschlossen für den Erhalt und die Sanierung der Einrichtung stimmten. Die nach der Sanierung deutlich gestiegenen Besucherzahlen bestätigen die Richtigkeit dieser Maßnahme und sprechen für den hohen Wert dieses Bades in landschaftlich schönster Lage.
