(Auszug aus der Rheinzeitung vom 02. April 2011) Stadtrat beschließt neue Gebührenordnung für das beheizte Freibad im Sayntal – Einzelkarte kostet jetzt 3 € Vom Rz- Redakteur Damian Morcinek
Bendorf. Wenn der für Mai geplante Beginn der Badesaison im Freibad der Stadt Bendorf wieder zahlreiche Wassernixen und Sonnenanbeter ins Sayntal lockt, heißt es an der Freibadkasse „3 Euro für Erwachsene und 1,50 Euro für Kinder, bitte!“ Grund: Der Bendorfer Stadtrat hat jetzt eine neue Gebührenordnung für das Schwimmbad beschlossen – Preiserhöhung inklusive. Mit Ausnahme der SPD-Fraktion sind die Stadtratsmitglieder damit dem Vorschlag der Verwaltung gefolgt, die Kosten für die Einzelkarten für Erwachsene um 11,1 Prozent und für Kinder und Jugendliche um 15,3 Prozent zu erhöhen. Teurer geworden sind aber auch die Abend-, Zehner-, Familientages- und 100-Punkte-Karten.
Durch die Erhöhung der Eintrittspreise will die Verwaltung die Erlöse des Freibads steigern. Trotz allem sei es ihr aber wichtig, dass die neue Gebührenordnung gerecht und ausgewogen bleibt. Nach der Sanierung des Sayner Schwimmbads habe man die Gebühren für das Bad in den ersten beiden Jahren nach der Eröffnung nicht verändert. Mit dem Neubau seien allerdings die Aufwendungen des Bades für Zinsen und Abschreibungen gestiegen. Dies habe zu einem erhöhten Verlust in der Unterhaltung des Bades geführt: Im ebenfalls im Rat beschlossenen Jahresabschluss für das Jahr 2009 der Stadtwerke Bendorf schreibt das Schwimmbad einen Verlust von rund 256 000 Euro. Diese Entwicklung war der Verwaltung bekannt: „Das Schwimmbad ist und bleibt ein Minusgeschäft.“ Der Vorschlag der Verwaltung hatte auch die Abschaffung der Einzel- und Familienjahreskarten beinhaltet. Grund: Inhaber dieser Karten zahlen teilweise weniger als 1 Euro für den Eintritt ins Freibad. Aus Sicht der Verwaltung ist dies, gemessen am Preis für eine Einzelkarte, nicht zu vertreten. Um die dadurch entstehenden Nachteile aufzufangen, sollte die 100-Punkte-Karte von 55 auf 50 Euro reduziert werden. Joachim Boos, Vorsitzender der CDU-Stadtratsfraktion, zeigte sich von dieser Idee nur wenig begeistert. Mit Blick auf den Jahresabschluss der Stadtwerke sprach er sich für die Erhöhung des Preises für die 100-Punkte-Karte von 55 auf 60 Euro und den Erhalt der Familienjahreskarte aus. In Relation zu anderen Bädern in der Region seien höhere Preise vollkommen legitim. „Mit der Familienjahreskarte ist der sozialen Komponente genügend Rechnung getragen“, reagierte Boos auf die Einwände von SPD-Fraktionschef Ralf Halbauer, dass diese Preispolitik auf Kosten der Familien gehe. Letztlich aber ist der Preis auf 60 Euro angehoben worden, die Einzeljahreskarte wurde abgeschafft.
Neue Gebührenordnung im Sayner Freibad Der Bendorfer Stadtrat hat eine neue Gebührenordnung für das beheizte Freibad im Sayntal beschlossen. Hier die Eintrittspreise der Badesaison 2011 im Überblick:
Der Preis für eine Einzelkarte beträgt für Erwachsene 3 Euro (bisher: 2,70 Euro). Kinder und Jugendliche zahlen von der Vollendung des 6. Lebensjahres an bis zur Vollendung des 16. Lebensjahres 1,50 Euro (bisher: 1,30 Euro) für eine Einzelkarte.
Die Abendkarte (gültig ab 17.30 Uhr) kostet für Erwachsene 2 Euro (bisher: 1,80 Euro). Kinder und Jugendliche zahlen 1 Euro (bisher:70 Cent).
Die Familientageskarte kostet 7 Euro (bisher: 6,50 Euro).
Der Preis für eine Zehnerkarte beträgt für Erwachsene 28 Euro (bisher: 25 Euro). Kinder und Jugendliche zahlen 13 Euro (bisher:11 Euro).
Die 100-Punkte-Karte kostet 60 Euro (bisher: 55 Euro). Pro Schwimmbadbesuch werden für Erwachsene vier Punkte (ab 17.30 Uhr drei Punkte) fällig, Kindern werden ganztägig zwei Punkte von der Karte abgezogen.
Eine Familienjahreskarte ist für 100 Euro erhältlich. Bei Vorlage der Bendorf-Karte kostete die Familienjahreskarte 95 Euro.
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