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Laudatio an Dr. Dietrich Goerke

Lieber Dietrich

Dein Ziel war es, das Sayner Freibad zu erhalten. Dein Traum war es, aus dem Sayner Bad ein Schmuckstück zu machen. Das Ziel hast Du erreicht, Dein Traum hat sich erfüllt. Von Schließung ist längst keine Rede mehr, das neue Bad präsentiert sich modern und zukunftsfähig.

Freilich geschehen solche Wunder nicht von selbst.
Als vor sechs Jahren Schließungsabsichten laut wurden, hast Du spontan gehandelt. Du hast nicht gesagt, man müsste etwas tun, sondern: ich will und werde es tun. Über 600 Unterschriften für das Bad in wenigen Tagen haben gezeigt, dass die Menschen auf Dich setzten und Dir vertrauten.
Nicht jeder, der einen Förderverein gründet, erlebt als dessen ununterbrochener Vorsitzender, dass das Gründungsziel voll und ganz erreicht wird. Dass dies im Fall Sayner Freibad in so kurzer Zeit möglich war, zeigt, mit welcher Zielstrebigkeit und Zähigkeit, aber auch mit welchem Sachverstand Du an die Sache herangegangen bist.
Dir ist es zudem gelungen, viele Menschen für die gute Sache zu gewinnen; Du konntest Sponsoren überzeugen, fleißige Helfer gewinnen, Zögernde motivieren und Zweifler umstimmen. Dass Du dabei oft ein unglaubliches Tempo an den Tag gelegt hast, war manchem nicht geheuer, wollte einigen aber auch nicht so recht passen. Aufhalten aber konnte Dich nichts.
Natürlich muss man sagen, das Erreichen des großen Zieles war und ist letztendlich der Erfolg vieler Mitstreiter; -die sich auf die -unterschiedlichste Weise in das Projekt Sayner Schwimmbad eingebracht haben. Es ist die Leistung einer großen Gemeinschaft. Aber ohne einen Vordenker und Lenker, ohne einen, der - um es bildlich auszudrücken - bei Wind und Wetter auf der Brücke steht, wäre es nicht gegangen.

Du, lieber Dietrich, wirst jetzt die Kommandobrücke Deines Fördervereins verlassen, nachdem Du das Schiff Sayner Freibad in ruhiges Fahrwasser, in sicheres Gewässer sozusagen, gebracht hast. Das darf und wird aber nicht das Ende des Fördervereins sein. Auch im neuen Bad Sayn gilt es weiterhin Aufgaben zu erfüllen, Verantwortung zu übernehmen, Hilfestellungen zu leisten und Werbung zu betreiben. Ich denke, Du hast denen, die jetzt nach Dir die Vorstandsarbeit leisten wollen, anschaulich gezeigt, wie es geht. Auf Deinen Rat wird man aber auch künftig noch großen Wert legen. Und wie wir Dich kennen, wirst Du Deinem Förderverein diesen Rat nicht versagen.


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